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Pressetimmen

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Naturtöne erklingen aus dem Gartenschlauch

Solotrompeter Hannes Maczey und Organist Tobias Berndt begeistern in de Stemmer Kirche

Stemmen. Zusammen mit seinem neuen Duopartner Tobias Berndt, ein studierter Orgelmusiker und gefragter Orgelsolist, entführte de in einem original historischen Kostüm erschienene Solotrompeter Hannes Maczey die Gäste in der Stemmer Kirche mit seinem neuen Programm „Zeit für Barock – Trompetengeschichte” in das 17. und 18. Jahrhundert.
Bereits zum vierten Mal könne er den Solotrompeter Hannes Maczey in der voll besetzten Kirche zu Stemmen begrüßen, freute sich der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Jahn Friedrich Freiherr von Rössing. Der Heimat- und Kulturverein Stemmen hatten den Trompetenvirtuosen erneut für ein Konzert gewinnen können.
Phantasievoll dargeboten erklangen zum Konzertauftakt von der Empore das bekannte Trumpet Voluntary des berühmten britischen Barockkomponisten Henry Purcell und das wunderbare Buxtehude-Orgelsolo „Passacaglia”. Mit kleinen Geschichten aufgelockert führte Hannes Maczey durch sein Programm und erklärte dann den staunenden Zuschauern auf humorige Art den Unterschied zwischen Piccolo- und Barocktrompete.

Moderne Ventile bringen die Vielfalt

Ohne die modernen Ventile können auf der Barocktrompete nur die sogenannten Naturtöne gespielt werden, die unterschiedlichen Töne entstehen durch Variation des Luftdrucks. Diese einfache Technik demonstrierte Maczey eindrucksvoll mit Hilfe eines Gartenschlauchs mit Trichter und Mundstück. „Die Komponisten der Zeit mussten sich auf diese Töne beschränken”, erklärte Hannes Maczey.
Dank ihrer Ventile bietet die Piccolotrompete jedoch die Möglichkeit, die Tonarten zu wechseln. Die auf der Piccolotrompete gespielten Stücke waren im Ursprung für die Oboe bestimmt.
Mit Beifall belohnte das sichtlich erheiterte Publikum in der Stemmer Kirche diese musikhistorische Vorstellung.
Lebhafte Orgeltöne entlockte Tobias Berndt seinem Instrument, die mit Frescobaldis Komposition und der Torelli-Sonate D-Dur im Wohlklang mit der von Maczey gespielten Barocktrompete schon an moderne Musik erinnerten und den Gute-Laune-Charakter der Barockzeit zeigten.
Auch das „Präludium in G-Dur” des norddeutschen orgelvirtuosen Nikolaus Bruhns begeisterte das Publikum mit seltenen Orgelklängen und kräftiger Pedalarbeit. Mit weiteren Werken von Bach, Händel und Stanley fesselte der feierlich glänzende Ton der Piccolotrompete in harmonischem Wechsel mit der beschwingt gespielten Orgel das Publikum in dem einstündigen Konzert bis zum Schluss.
Gleichwohl etwas schade, das sich das sichtbar hingerissene Publikum den Applaus, den sich die beiden Akteure redlich verdient hatten, fast komplett für den Schluss aufhob.

 

Händels Italienreise als szenisches Singspiel Ungewöhnliches Barock-Konzert im Meldorfer Dom begeistert das Publikum

Meldorf-Es muss irgendwo ein Nest sein – ein Nest, in dem es ungezählte Musikliebhaber gibt. Denn zwei Tage, nachdem der Dom beim Festivalkonzert bis auf den letzten Platz besetzt war, strömten wieder Hunderte in das Gotteshaus, um „Händels Italienreise” zu erleben.

Das Konzert fand im Rahmen der 29. Internationalen Sommerkonzerte statt, und das Meldorfer Kirchenvorstandsmitglied Sylvia Pögel begrüßte die Zuhörer und lud zu einem Ausflug in die Zeit des italienischen Barock ein.
Die Musikergruppe, die aus der Sopranistin Sylvia Tazberik, dem Trompeter Hannes Maczey und dem Organisten Arno Schneider besteht, hat ein szenisches Singspiel über jene drei Jahre (1706 bis 1709) verfasst, in denen der junge Georg Friedrich Händel Italien bereiste: Seine Freunde, die in Hamburg zurückbleiben, warten voll Spannung auf seine Briefe.
Vor allem die Gastwirtstochter Nanette, für die er manches Lied komponierte, verfolgt seine Erlebnisse im fernen Süden mit wachsender Unruhe. Seine Musikerkollegen spielen die Noten nach, die er ihnen aus Italien schickt, Kompositionen seiner neuen Freunde, darunter Guiseppe Torelli und Pietro Alessandro Scarlatti.
Die eifersüchtige und enttäuschte Nanette singt sehnsüchtig die Arien, die Händel und Scarlatti in Rom und Venedig für Countertenöre geschrieben haben. „In Ermangelung eines Kastraten”, wie ihre Freunde süffisant bemerken, singt sie die wunderbaren Melodien und steigert sich in die Gefühle hinein, die Scarlatti in „Mio tesoro” und Händel in der berühmten Arie „Lascia ch´io pianga” (Lass mich in Tränen...aus der Oper „Rinaldo”) ausgedrückt haben.
In Kostümen der Barockzeit und mit viel Humor, die junge Sylvia Tazberik auch mit beachtlichem schauspielerischem Talent, zeigten die drei ihren Zuhörern einen ganz anderen als den gewohnten „Londoner” Händel und hatten damit großen Erfolg. Gemeinsam haben sie dieses Programm erfunden und feilen daran nach jeder Aufführung weiter, berichtete die junge Sopranistin, die in der Slowakei geboren wurde und in Berlin aufwuchs, im Anschluss an das Konzert.
Die Freude, die das Trio an dieser Arbeit hat, übertrug sich schnell auf das Publikum, das am Schluss des Konzertes bereitwillig der Aufforderung folgte, einen Anfeuerungsruf auszustoßen und damit seinen Teil dazu beitrug, dass Hannes Maczey bei der Lied-Zugabe noch einmal das hohe C auf seiner Trompete erreichte.
Ein ungewöhnlicher Abend, der ganz aus dem üblichen Konzertprogramm herausfiel, ging damit zu Ende.
Anneliese Peters

Auszug aus dem Dithmarscher Kurier vom 2. August 2006

 

Barocke Schauspielereien

Heiligendamm. Rappelvoll und kuschelig warm war es am Donnerstagabend in der Herz-Jesu-Kirche in Heiligendamm. 80 Zuhörer genossen einen ungewöhnlichen Konzertabend. Denn der war nicht nur von barockem Liedgut durchzogen.
Sopranistin Sylvia Tazberik und der Solotrompeter Hannes Maczey ließen die Zuhörer teilhaben an kleinen Schauspielstücken. Beide waren in historische Kostüme aus der Zeit des Barock gekleidet. Elegant und gewitzt wurde das Publikum mit einbezogen. Briefe, die der junge Georg Friedrich Händel auf seiner Reise 1706 bis 1709 durch Italien schrieb und seinen in Hamburg gebliebenen Freunden schickte, gaben die Rahmenhandlung. Die Briefe wurden vom Eingang der Kirche per „Flugpost” über die Köpfe weitergereicht, bis sie von den Künstlern gelesen werden konnten. Waren die Briefe auch fiktiv, so haben sich die Musiker doch nahe an die überlieferten Fakten gehalten. Die beiden wurden musikalisch vom Orgelvirtuosen Arno Schneider unterstützt. Es erklangen unter anderem Werke von Guiseppe Torelli, Antonio Vivaldi und Alessandro Scarlatti. Lang anhaltender Beifall am Ende des Konzertes und Zugaben zeigten, wie gut das Programm vom Publikum aufgenommen wurde.
Veranstalter war der Verein zur Förderung der Heiligendammer Waldkirchen. Er erhielt jetzt vom katholischen Pfarramt die notarielle Übertragung der kleinen Kirche.

Sabine Hügelland

Juli 2006

 

CD Review: Zeit für Barock - Händels Italienreise

Auf dem neusten Album seines Projekts Zeit für Barock setzt Trompeter Hannes Maczey nicht allein auf seine Trompete und die Bosch-Orgel der Wilmersdorfer Lindenkirche. Diesmal ist zusätzlich die Sopranistin Cornelia Zerm dabei. Im Programm sind Arien von Händel und Scarlatti, Konzerte von Vivaldi, Albinoni und Torelli, sowie eine Sonate von Baldassare.

Die Zugabe Zerm ist Gewinn und Problem zugleich. Ihr Sopran erweitert das rein instrumentale Programm um eine wichtige Dimension. Leider schrillt ihre Stimme gelegentlich. In den ganz hohen Lagen hat sie sie nicht vollständig unter Kontrolle. Das trübt den Hörgenuss allerdings nur an einigen wenigen Stellen, so dass der Wunsch, Maczey hätte es bei geöffneten Ventilen belassen, schnell wieder verfolgen ist.

Die Kombination von Maczeys jubilierender Trompete und der voluminösen Orgel weiß auch auf diesem Album zu begeistern. Der Kontrast zwischen der hell aufspielenden Trompete und der dunklen Orgel ist allerdings nicht mehr so deutlich ausgebaut. Maczey spielt etwas zurückhaltender und die Orgel agiert ein Stück lebhafter.

Sakralmusik war auch der Vorgänger Himmlische Musik nicht, aber Händels Italienreise kommt noch ein Stück mehr auf den Boden zurück – und zwar auf den Tanzboden; den höfischen natürlich. Und so bleibt das Ganze vornehmen und gesittet. Hier wird nicht über die Holzdielen gepoltert, sondern über’s Parkett geschritten. Akustisch jedenfalls; bei Konzerten dürfte das bildungsgebürgerte Publikum sicher brav auf den Stühlen oder in den Bankreihen sitzen bleiben – wie es sich gehört.

Wie es sich gehört? Gehört hört es sich ja eben doch recht bewegt an, egal ob Heumann in die Tasten greift oder Maczey ins Horn bläst. Eigentlich kann man sich, wenn man sich auf sein Ohr verlässt, nur schwer vorstellen, dass man bei der Musik einfach stehen (Trompeter) oder sitzen (Publikum) bleibt. Vielleicht sollte man sich vor dem nächsten Konzertbesuch wieder einmal Farinelli oder Der König tanzt (Lully) ansehen.

Norbert von Fransecky

April 2006 http://www.musikansich.de/ausgaben/0406/reviews/a_zeit.html Online Zeitschrift "Musik an sich" Bewertung: 15 Punkte - empfehlenswert

 

CD Kritik Zeit für Barock - Händels Italienreise Cornelia Zerm / Hannes Maczey / Peter Heumann

Eindringlich, schlicht, aber auch komplex führt besonders Hannes Maczey an der Trompete den atmosphärischen Dialog zwischen seinem Instrument und der Wilmersdorfer Lindenkirche, in der diese Aufnahme entstanden ist. Maczey, der als Solotrompeterebenso im klassischen Genre wie als Jazzer für die Formation "Babelfisch" aktiv ist, zeigt seine ganz sensitive Seite. Und punktet damit. Gute Musik. Clevere Produktion. Schöne CD.
chn

April / 2006 Clarino - Bläsermusik International

 

CD Rewiev: Zeit für Barock - Himmlische Musik

Am Anfang stand eigentlich eine Verlegenheitslösung und ein Stück Nostalgie. Irgendwie waren wir im letzten Herbst nicht dazu gekommen, uns für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ein paar passende Konzert- oder Theaterkarten zu besorgen. Und dann war es zu spät. Philharmonie, Komische Oper und entsprechende Berliner Musentempel verfügten nur noch über unattraktive Restkarten. Da erblickte ich plötzlich an einem Baum neben einem Spielplatz in Charlottenburg ein wild geklebtes Plakat, das auf ein Barock-Konzert in meiner alten Pankower Hoffnungs Gemeinde hinweist, die ich seit meinem Vikariat vor über 10 Jahren kaum einmal wieder von innen gesehen habe. Barockmusik ist bei mir und meiner Frau konsensfähig, und somit standen Hannes Maczey & Co als Neujahrskonzert in der in Berlin einzigartigen Jugendstilkirche auf dem Programm.

Himmlische Musik ist die CD aus dem Hause Maczey, die dem gehörten Neujahrs-Konzert am nächsten kommt. Die für das Konzert ursprünglich angekündigte Sopranistin war erkrankt und so erklangen am Neujahrstag wie auf der CD lediglich Orgel und Trompete. Maczey spielt eine Piccolo-Trompete, die zwar oft als Barock-Trompete bezeichnet wird, aber – so Maczey im Konzert – in der Barockzeit noch gar nicht existiert habe. Die ventillose Barocktrompete ist nur in der Lage, die Töne der Naturtonreihe zu spielen. Daher konnten einige der Barockstücke dieser CD in ihrer Entstehungszeit gar nicht für Trompete geschrieben werden. Für das Händelkonzert war z.B. eine Oboe, für die H-Moll-Sonate ursprünglich eine Traversflöte vorgesehen.

Die Kombination von Orgel und Piccoloflöte erweist sich durchgehend als Glücksgriff. Ob als Sakral-Konzerte gedacht oder nicht, in dieser Kombination bekommen sämtliche Stücke einen nahezu predigtartigen Charakter, als wollen sie den Bereich des Irdischen transzendieren ohne ihn zu verlassen oder gar aufzugeben. Der schwere Ton der Orgel repräsentiert dabei die Bindung an die Welt, während Maczey die Töne seiner Trompete jubilierend aufsteigen lässt und man das silberne Instrument geradezu akustisch aufblitzen hört.

Eine feine Sache, die zu entdecken lohnt.
Norbert von Fransecky
Zeit für Barock - Himmlische Musik
Info
Musikrichtung: Barock Trompete
VÖ: 2005
(Maczey / Eigenvertrieb)
Gesamtspielzeit: 66:02
Internet:
http://www.barocktrompeter.de

11.02.2006
Im Internet: http://www.musikansich.de/ausgaben/0206/reviews/a_zeit.html
Bewertung: 17 Punkte - sehr empfehlenswert

 

Der Gartenschlauch erklärt das Wesen der Barocktrompete

„Zeit für Barock – Italienreise” hatten die beiden Musiker Hannes Maczey und Peter Heumann ihr Konzert in der Stemmer Kirche benannt. Mit Stücken von Pietro Baldassare, Tomaso Albioni, Guiseppe Torelli und Antonio Vivaldi versetzten die Musiker ihr Publikum in die Zeit des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts und damit in eine Zeit, als Italien die Hochburg der Musik Schaffenden war. Dass italienische Musik aber auch von Komponisten geschrieben wurde, die niemals in Italien waren, zeigte Peter Heumann am Beispiel verschiedener Stücke von Johann Gottfried Walther (1684 – 1748) auf, der Orchesterwerke für die Orgel bearbeitete. Diese Orgelkonzerte wechselten sich mit Stücken ab, die beide Musiker gemeinsam mit Orgel und Trompete zu Gehör brachten.
Mit Hilfe eines Gartenschlauches führte Hannes Maczey die Zuhörerschaft in das Wesen der Barocktrompete ein. Denn ohne die modernen Ventile war die Trompete damals ein Naturtoninstrument, das je nach Bauart nur bestimmte Tonfolgen zuließ. Mit denen mussten die Komponisten arbeiten. Die Sinfonia in D-Dur von Guiseppe Torelli spielte der Trompeter auf einer D-Dur-Barocktrompete. Alles, was er auf der Piccolo-Trompete spielte, war in der ursprünglichen Komposition für die Oboe bestimmt.
Außer diesem Blick hinter die Kulissen nahmen die Besucher in der vollbesetzten Stemmer Kirche aber vor allem die Eindrücke der herrlichen Musik mit, die die beiden Künstler ihren Instrumenten entlockten.
Beschwingt von den wundervollen Klängen der Instrumente genossen zahlreiche der Gäste noch das Zusammensein mit den Musikern bei einem Umtrunk unter den Bäumen vor der Kirche. Bei einem Glas Bowle klang der herrliche Sommerabend in gemütlicher Atmosphäre aus.

29.06.2005, Stemmen

 

Musikalische Italienreise „Zeit für Barock – Italienreise” ein großer Erfolg

Stemmen. Nach dem ersten Barockkonzert in der Stemmer Kirche im vergangenen Jahr konnten die international bekannten Künstler Peter Heumann (Orgel) und Hannes Maczey (Trompete) mit ihrem zweiten Konzert an den Erfolg aus dem Vorjahr anknüpfen. Werke von Baldassare, Albinoni, Walther, Torelli und Vivaldi erklangen meisterlich vorgetragen und versetzen das Publikum in der voll besetzten Kirche in Begeisterung. Wobei dem Publikum nicht nur die Musik vorgetragen wurde, sondern auch wissenswerte Erläuterungen erfolgten. So erklärte Maczey, der in diesem Jahr sein 10jähriges Solotrompetenkonzert-Jubiläum begeht, beispielsweise den Unterschied zwischen einer Piccolo- und einer Brocktrompete.
Dass er dies mit einem Gartenschlauch mit aufgesetztem Trichter tat, unterstrich die Wirkung zusätzlich. Die ev. Luth. Kirchengemeinde zu Stemmen und der Heimat- und Kulturverein als Ausrichter des Konzertes können sich zu diesem Erfolg gratulieren.

Sie ernteten verdientes Lob nach dem Konzert, das mit leichten Getränken auf der Wiese vor der Kirche gemütlich ausklang.

06.07. 2005, Burgbergblick

 

Wunderschön inszenierte Reise ins Barockzeitalter

Der Trompetenvirtuose Hannes Maczey und der Organist Peter Heumann sorgten für einen unterhaltsamen Konzertabend in der Auricher Lambertikirche
Von Werner Jürgens
Aurich. Ob es am just zu Ende gegangenen Musikalischen Sommer lag, dass nur etwa rund 60 Besucher am Mittwochabend den Weg in die Auricher Lambertikirche fanden? Jedenfalls durften diejenigen, die gekommen waren, eine musikalisch wie inhaltlich herrlich inszenisierte Reise in das Barockzeitalter, dargeboten von Hannes Maczey ( Piccolo- und Barocktrompete) und Peter Heumann (Orgel) erleben.
„Das war für mich alles sehr schön erschließbar”, fasste eine Besucherin ihre persönlichen Eindrücke des Konzertes zusammen und traf den Nagel auf den Kopf. Hannes Maczey und Peter Heumann glänzten nämlich nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern überzeugten vor allem dank eines stimmigen Gesamtkonzeptes.
Dies fing schon damit an, dass Maczey in stilechter rüschenverzierter barocker Überjacke, Kniebundhosen und Wadenstrümpfen auftrat. Außerdem lockerten die beiden Musiker ihr Programm immerwieder durch kleine Anekdoten auf. Hier wurde den Zuhörern z.B. vor Augen geführt, wie beschwerlich eine Reise nach Italien, dem Ursprungsland des Barocks, damals war. Während die Verbindung zwischen Rom und Hamburg heutzutage mit dem Flugzeug lediglich zwei Stunden dauert, mussten sich die Leute im 17. Jahrhundert mit der Kutsche oder gar zu Fuß mehrere Wochen über die Alpen quälen.
Lohn für die Mühsal war eine schillernde Kulturszene, wo es phasenweise ähnlich wild und ausgelassen zugegangen sein muss, wie auf manchen Popkonzerten in unseren Tagen. Von extatisch ausflippenden Frauen und brüllenden Männern war da bei einem zeitgenössischen Stimmungsbericht die Rede.
So ganz nebenbei erklärte Maczey anhand eines handelsüblichen Trichters, der mit einem Schlauch verbunden war, an dessen Ende sich wiederum ein Trompetenmundstück befand, auch äußerst anschaulich, was Naturtöne sind und wie sie entstehen. Durch solche kurzen Einschübe bekamen die Zuhörer natürlich einen wesentlich leichtern Zugang zur Musik, was Maczey und Heumann dazu nutzten eben nicht - wie sonst häufig in solchen Konzerten Gang und Gebe - auf die „üblichen Verdächtigen” zurückzugreifen. Denn bei der Kombination Barock, Trompete und Orgel würden die meisten doch wohl in erster Linie Namen wie Bach oder Händel erwarten.
Stattdessen präsentierte das Duo zum Einstieg mit Pietro Baldassare einen zwar vermutlich nur einigen Experten geläufigen, aber trotzdem nicht minder weniger brillianten Komponisten. Dessen majestätische „Sonata in F-Dur Nr.2” lieferte gleich genügend Ansatzpunkte, wo Hannes Maczey demonstrieren konnte, dass er nicht nur ein charmanter Entertainer, sondern auch und gerade ein exzellenter Trompetenvirtuose ist.
Das spitzige Allegro kam ebenso prägnant und ausdrucksstark rüber wie das festliche Grave. Bis auf ein ganz paar kleinere unsaubere Stellen war an den folgenden Stücken von Tomaso Albinoni, Guiseppe Torelli und Antonio Vivaldi in tonlicher wie technischer Hinsicht ebenfalls kaum etwas auszusetzen.
Genau dasselbe galt für Peter Heumann an der Orgel. Man spürte deutlich, dass er und Maczey ein eingespieltes Team sind, wobei Heumann seine Fertigkeiten durch einige Solostücke zusätzlich eindrucksvoll unter Beweis stellen durfte. Als studierter Kirchenmusiker verfügt er über fundierte Repertoirekenntnis, was sich wiederum in einer klugen und interessanten Auswahl niederschlug. Heumann spielte nämlich drei „Concertos” von Albinoni, Torelli und Vivaldi, die allesamt von Johann Gottfried Walther für die Orgel bearbeitet worden sind; noch so ein Name mit dem die meisten Zuhörer sicherlich nichts anfangen konnten.
Zudem ist Walther nie in Italien gewesen. Trotzdem passte seine Musik allein schon deswegen prima ins Programm, weil Orgelfassungen von Konzertwerken - ähnlich wie „Unplugged” - Versionen von Rock- und Popsongs - ein Stück auf seine grundlegenden Wesensmerkmale reduziert. Und eine solche Reduktion auf den Wesenskern macht ein Stück abermals für den Zuhörer leichter nachvollziehbar.
Bei der Zugabe entführten Maczey und Heumann die Zuhörer mit einem Satz aus John Stanleys 1. Suite für Tromepete doch noch kurz in den Dunstkreis von Georg Friedrich Händel, fanden mit einem weiteren Satz von Guiseppe Torelli am Schluss dann aber wieder zurück ins sonnige Italien. Angesichts des momentanen miesen Regenwetters wurde einem da zumindest akustisch für ein paar Augenblicke ganz warm ums Herz.

12.08.2005 ON

 

Trompete und Orgel in perfektem Einklang

Barock-Konzert in der Stemmer Kirche: Trompete und Orgel in perfektem Einklang

Hannes Maczey und Peter Heumann zu Gast

Stemmen (sfr). Bereits zum zweiten Mal nach 2004 gastierten am Sonntagabend der Trompetensolist Hannes Maczey und der Organist Peter Heumann in der Stemmer Kirche. Erneut erfreuten sie ihr Publikum mit Barockmusik aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
"Eine Reise nach Italien war für viele deutsche Komponisten und Künstler zu dieser Zeit ein Muss. In Rom und anderen Städten passierte wesentliche Musikgeschichte. Damals war die Reise beschwerlich und dauerte mehrere Tage oder Wochen", beschrieb Peter Heumann das Konzert-Motto "Zeit für Barock - Italienreise".
Mit im musikalischen Gepäck hatten Heumann und Maczey aber auch drei Orgelsoli des deutschen Johann Gottfried Walther. Der Cousin Johann Sebastian Bachs reiste zwar nicht nach Italien, aber er bearbeitete Orchesterkompositionen von Tomaso Albinoni, Guiseppe Torelli und Antonio Vivaldi für Orgel. So entstand im gut einstündigen Konzert ein reizvoller Wechsel zwischen den "Orgelübersetzungen" Walthers und der italienischen Barockmusik, gespielt von Orgel und Trompete.
Hannes Maczey, der mit der "Italienreise" sein zehn-jähriges Jubiläum als Solo-Trompeter feiert, stellte den gut 100 Konzertgästen seine Instrumente vor. Nach der Sonate in F-Dur Nr. 2 von Pietro Baldassare und dem Konzert in B-Dur von Albinoni, die er mit der Piccolo-Trompete spielte, folgten Stücke auf der in D-Dur gestimmten Barock-Trompete Maczeys.
"Die Piccolo-Trompete lässt sich dank der Ventiltechnik in den Tönen variieren. Auf der Barock-Trompete spiele ich die so genannte Naturtonleiter. Die verschiedenen Töne entstehen durch Variationen des Luftdrucks. Die Komponisten des Barock mussten sich auf diese beschränken", erklärte er.
Die einfache Technik demonstrierte Maczey auch seinem verblüfften Publikum mit Hilfe eines Gartenschlauchs und eines Trichters. Dass diese "einfache" Technik nicht gleichbedeutend mit "einfacher" Musik sein muss, davon überzeugten Maczey und Heumann mit der Torelli-Sinfonie in D-Dur.
Das Konzert klang nach einer Zugabe am Abend auf dem Platz vor der Kirche aus. Die Organisatoren luden die Gäste zu einem Glas Waldmeisterbowle ein. Nächstes Jahr sind die beiden Musiker wieder in Stemmen zu Gast.
© Deister-Leine-Zeitung, 28.06.2005

28.06.2005, © Deister-Leine-Zeitung

 

Mit Gartenschlauch und Piccolotrompete

Konzert „Zeit für Barock” in der St.-Nicolai-Kirche
Eckernförde
(Bilduntertitel:) Spielfreude auf der Empore der St.-Nicolai-Kirche: Kerstin Codes und Hannes Maczey
Damit hatten die Besucher der St.-Nicolai-Kirche am Donnerstagabend nicht gerechnet: Gerade noch hatte Hannes Maczey - elegant im barocken Gewand- die schönsten Töne auf der Piccolotrompete gespielt, da steht er auf einmal mit Gartenschlauch und Trichter vor Ihnen. Allerdings nur zu Demonstrationszwecken, denn im Rahmen des Konzertes „Zeit für Barock” gab es nicht nur Musik von Bach und Buxtehude, sondern auch unterhaltsame Instrumentenkunde.
„Nach diesem Prinzip funktioniert die Barocktrompete”, erklärte Maczey und gab eine Kostprobe, erst mit Gummi und Plastik, dann mit dem „richtigen” Instrument. Beide klangen tatsächlich verblüffend ähnlich und haben die Gemeinsamkeit, dass mit ihnen nur die sogenannten Naturtöne erzeugt werden können.
Hauptsächlich spielte der Berliner jedoch auf der Piccolotrompete, die dank ihrer Ventile die Möglichkeit bietet, die Tonart zu wechseln. Mit filigraner Leichtigkeit erklangen die Sonate in D-Dur von Henry Purcell, Pietro Baldassares Konzert in F-Dur und Georg Ph. Telemanns Konzert Nr. 2 in D-Dur - mal von der Empore, mal direkt vor dem Publikum. Helle, präzise Triller erhoben sich über das warme Klangfundament der Orgel, sensibel gespielt von Kerstin Cordes. Bei zwei Stücken konnte sie die Möglichkeiten der Heßler-Orgel ausprobieren, während sich Hannes Maczey eine Pause gönnte: in dem heitern Sommerkonzert setzte sie mit Dietrich Buxtehudes Praeludium in g-Moll sowie Johann Sebastian Bachs Praeludium und Fuge in h-Moll wuchtige Akzente.
„Die Akustik ist schön, das Publikum ist gut”, lobte der Trompeter nach dem regulären Programm und sparrte nicht mit Zugaben.
Deshalb kamen die Zuhörer in den Genuss von Werken der beiden Komponisten John Stanley und Giuseppe Torelli.

24.07.2004 "Eckernförder Zeitung", eine Regionalausgabe des SHZ Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlages. Von Birte Sieland.

 

Eine Sternstunde der Barockmusik

Schwierigste Passagen mit traumwandlerischer Sicherheit gemeistert
Buer (jk)
Eine Sternstunde der Barockmusik erlebten am Sonntagabend rund 100 Zuhörer in der St.-Martini-Kirche Buer.
Unter dem Leitgedanken „Zeit für Barock - himmlische Musik” spielten der Trompetenvirtuose Hannes Maczey und Peter Heumann Werke von Bach, Händel, Buxtehude u. a. - ein wahrer Kulturgenuss, der vom Publikum mit viel Beifall aufgenommen wurde.
„Wir freuen uns, hier in Buer zu sein”, rief Hannes Maczey aus, als er die aufmerksam lauschenden Musikliebhaber an einem außergewöhnlichen Ort begrüßte: auf der von Kerzen erhellten Orgelempore, die die eindrucksvolle Kulisse für dieses Konzert von höchsten Graden bilden sollte.
Grandios gestaltete das Duo den Programmauftakt mit der Sonate in D-Dur von Henry Purcell (1659-1695). Über einen klangvollen Orgelteppich erhob sich im Allegro fanfarenähnlich die Piccolotrompete, um im zweiten Satz Adagio sanft und getragen im Kirchraum zu verhallen. Dann abermals ein Allegro, impulsiv und nuancenreich dargeboten.
Als makellos erwies sich auch die Wiedergabe des Concerto a-Moll von Johann Gottfried Walther (1684-1748) in den Sätzen Allegro, Adagio und Allegro durch Peter Heumann auf der „Königin der Instrumente”, ehe ein weiterer Höhepunkt des Konzertabends bevorstand: Das Konzert Nr.2 in D-Dur von Georg Philipp Telemann (1681-1767). In den zur Aufführung gebrachten Sätzen Allegro, Largo und Vivace bestach Hannes Maczey durch eine klare, sichere Tongebung und eine eigene überzeugende Interpretation - ebenso sein Teamkollege Peter Heumann, der beim Praeludium g-Moll (BuxWV 15) von Dietrich Buxtehude (1637-1707) wirkungsvoll das Spektrum der Orgel demonstrierte.
Hörenswert auch die Sätze Presto, Presto, Allegro aus der Sinfonie D-Dur von Guiseppe Torelli (1658-1709), die durch ihre besondere Prägnanz viel Anklang beim Publikum fanden. Gleiches galt für die Sätze Adagio, Allegro, Andante und Allegro aus der Sonate c-Moll (1678-1741), mit dem Hannes Maczey und Peter Heumann dem gut zweistündigen Konzert ein weiteres Glanzlicht aufsetzten.
Seinen hervorragenden Ruf als Sollist untermauerte Heumann sodann mit Praeludium und Fuge in h-Moll aus dem Notensatz Johann Sebastian Bachs (1685-1750), die er ungemein farbig registrierte.
Beim abschließenden Konzert in F-Dur von Pietro Baldassare (ca. 1690-1768) mit den Sätzen Allegro, Grave und Allegro liefen die beiden Akteure nochmals zu Höchstform auf. Während Hannes Maczey erneut Trompetenmusik der allerfeinsten Art bot, spielte Peter Heumann in den schwierigsten Passagen mit traumwandlerischer Sicherheit und gliederte selbst komplizierte Klanggebilde durch geschickte Registrierung und deutliche Akzentuierung in überschaubare Einheiten.
Als das Publikum zum Abschluss des Konzertes frenetischen Beifall spendete, kam das Duo um zwei Zugaben nicht herum: Das immer wieder gern gehörte Trumpet Voluntary aus der Feder von Henry Purcell und die Ouvertüre aus der Suite in D-Dur von Altmeister Georg Friedrich Händel (1685-1759) waren ein Volltreffer.

20.04.2004 Meller Kreisblatt

 

Mit dem Klang der Trompeten von Jericho

"Zeit für Barock" mit Hannes Maczey und Peter Heumnann

Bad Driburg. Konzertbesucher fragen sich zuweilen: Was ist eigentlich das Wundersame an einem Konzert für Orgel und Trompete? Und, eine gut Disponierte Orgel - wie die in der evangelischen Kirche Bad Driburg - beherbergt doch selbst im Hauptwerk eine Achtfußtrompete nach französischer Bauweise.

Aber auch die Register einer "Königin", mögen sie noch so kunstvoll mensuriert sein, vermögen es nicht, den Hörgenuss der Menschen im Vergleich mit einer "Blechtrompete" aus Messing und Neusilber zu befridigen. Und hier gab es im zweiten Konzert des "Orgelsommers" Mannigfaltiges zu hören, aber auch zu sehen.
Das Künstlerduo mit dem Organisten Peter Heumann und dem Trompeter Hannes Maczey konzertierte bereits zum dritten Mal in der evangelischen Kirche am Kurpark, und immer sind sie für eine Überraschung gut. So blies der charismatische aufspielende Maczey zu Beginn des Konzerts auf einer nachgebauten Barocktrompete die "Sinfonia D-Dur" von Guiseppe Torelli.
Sicherlich brauchte es hier einige Takte der Eingewöhnung, was den Ansatz auf diesem doch sehr unhandlich gestalteten Instrument betrifft. Vom Klang her konnte das Auditorium aber erahnen, was der Psalmist vom Klang der Trompeten ( Posaunen) von Jericho uns sagen wollte. Mit einer heute gebräuchlichen Ventiltrompete erweiterte der in Berlin aufgewachsene Maczey im Verlauf des Konzertes nicht nur den Tonumfang des Barockrepertoirs. Sein begnadetes Spiel, mit berückender Ausdruckskraft vorgetragen, ließ die Zuhörer immer aufs Neue begeistert applaudieren.
Mit Peter Heumann saß ein gefragter Musiker auf der Orgelbank der zweimanualieger Fischer + Krämer Orgel, der jährlich beim Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Halle an der Saale als Korrepetitor auftritt. Drei solowerke für Orgel brachte der in Braunschweig geborene Künstler mit nach Bad Driburg. Und da war auch wieder die überstrapaziert gespielte "Toccata und Fuge in d-Moll", BWV 565. Dass das so ist liegt daran, dass die Toccata zumeist unterschätzt wird. Jeder Möchtegernorganist muss sie spielen. Bei Peter Heumann geschieht hier etwas fast Übernatürliches, und das beginnt bereits im Vorfeld mit der zarten, ja feinen Registrierung, wobei er die Setzerkombination der Orgel voll ausschöpfte.
Hier wird nichts mit "Tutti" übertüncht, seine Kunst kommt von Können. Ungewöhnlich stark sein Pedalspiel, ohne Gehabe das Manualspiel. Das Fugenthema mit seinen leuchtenden Sechzehntelläufen kündigt Heumann förmlich an, indem er nochmals die Registerführung bemüht. Auch hier gab es zwischendurch hochverdiente, fast endlose Beifallsstürme. Nach drei Zugaben war dann auch die Ansatzkunst von Hannes Maczey dahin. Kurzerhand setzte der Trompeter ein Singnal, indem er seinen Koffer an sich nahm. Das begeutet: Schluss der Vorstellung. Das nächste Konzert findet statt am Samstag, 19. Juli, 19.30 in der evangelischen Kirche am Kurpark.

10.07.2003 N.W., von Heinz Trompetter

 

Großes auf der Piccolo-Trompete

Und exzellenter Organist/ Zwei Berliner begeisterten mit „Zeit für Barock” in der Kirche

Bildunerschrift: Solo-Trompeter Hannes Maczey verfügt über einen makellosen Ton - und über Original-Barockkleidung.

Achim. Zum ersten Male fand in der St. Laurentius Kirche ein gemeinschaftlich von Kirchengemeinde und dem Kulturhaus „Alter Schützenhof” (Kasch) veranstaltetes Konzert statt. „Zeit für Barock” nannten der Trompeter Hannes Maczey und der Organist Peter Heumann ihr Programm.
Wie eine Trompete funktioniert, das zeigte Hannes Maczey mit einer verblüffend einfachen Konstruktion, einem Mundstück, einem Stück Gartenschlauch und einem normalen Trichter. Diesem Gebilde entlockte er zur Demonstration die Naturtonreihe, die bis zur Erfindung der Ventiltechnik für Blechblasinstrumente nur auf diesen spielbar war.
Sein Programm bestritt der Solist auf einer zierlich gebauten Piccolotrompete, die einen sehr schönen warmen Klang hat. Hannes Maczey verfügt über einen makellosen Ton, sichere Technik und setzt eine sehr behutsame Stufendynamik ein, wodurch er Echowirkungen in seinen lebendigen Wiedergaben erzielt. Verzierungen spielt er leicht und klangschön, in den langsamen Sätzen besticht der Spannungsbogen und die Wärme, schnelle Sätze spielt er mühelos.
So gefiel die Sonate D-Dur von Henry Purcell ebenso wie die Sonate D-Dur von Guiseppe Torelli, das zauberhafte Concerto B-Dur von Antonio Vivaldi, ursprünglich für Oboe und Orgel geschrieben und das immer wieder gern gehörte Trumpet Voluntary von Henry Purcell (eigentlich Jeremiah Clarke). Lebendig auch die Wiedergabe des bekannten Concerto Grosso Nr. 10 g-Moll von Georg Friedrich Händel.
Peter Heumann war nicht nur ein exzellenter Partner an den beiden Orgel für den Trompeter, der die Begleitung einfühlsam gestaltete, er erwies sich auch als ausgezeichneter Solist in drei Werken von Dietrich Buxtehude, Georg Muffat, und der berühmten Toccata con Fuga d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach, die er ungemein farbig registrierte, festlich-ernst und spielerisch leicht musizierte und die Möglichkeiten auf der großen Orgel in beeindruckender Art demonstrierte.
Maczey und Heumann haben die Instrument bereits mit sechs und neun Jahren erlernt. Mit 16 war Hannes Maczey Preisträger des Kammermusikwettbewerbes der Berliner Schulen.
Peter Heumann absolvierte sein Examen an der Berliner Kirchenmusikschule. Zusammen treten die beiden, die sich auf die Barockmusik spezialisiert haben, seit drei Jahren auf. Das Achimer Publikum war begeistert vom formvollendeten Auftritt der Berliner.

14.01.2003, Kreisblatt, Von Ilse Walther

 

Musiker zeigten sich stilvoll und virtuos

„Zeit für Barock” mit Hannes Maczey und Peter Heumann in der Laurentiuskirche

Bildunterschrift: Kamen mit ihrem Barockprogramm in Achen gut an: Peter Heumann und Hannes Maczey

Achim. Wenn Hannes Maczey und Peter Heumann mal wieder das Bedürfnis haben,dem modernen Alltag zu entfliehen, dann schlüpfen sie in Spitzenhemden, bringen ihre Dreispitz-Hüte in Form und fangen an zu musizieren. Mit ihrem Programm „Zeit für Barock” entführt das Berliner Duo seine Zuhörer dann auf charmante Art und Weise in die Welt von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel oder Johann Sebastian Bach.
In der gutbesuchten St.Laurentius Kirche präsentierten die beiden Musiker am Sonntag ein einfühlsames Neujahrskonzert für Piccolotrompete und Orgel. Ihr Konzert war nicht nur das erste, welches das Kasch in Zusammenarbeit mit der Laurentiuskirche organisierte, es war sogar das erste klassische Konzert in der Geschichte des Kasch, das je organisiert wurde.
Passend feierlich gestaltet das Duo dann auch den Konzertauftakt mit einer Sonate in D-Dur von Henry Purcell. Über einem klangvollen Orgelteppich erhob sich Fanfaren ähnlich die Piccolotrompete, um im zweiten Satz „Adagio” sanft und getragen im Kirchengewölbe zu verhallen.
Von der Empore erklang anschließend Händels Concerto Grosso Nr. 10 in G-Moll, das von den Musikern mit erhabner Leichtigkeit stilvoll vorgetragen wurde.
Virtuos zeigte sich Organist Peter Heumann bei seiner Interpretation von Bachs Toccata und Fuge in D-Moll. Ein dunkles Timbre geprägt von eigenwilligen Dissonanzen und anspruchsvoller Polyphonie erfüllte dabei die Laurentius Kirche.
Den Abschluss bildeten sechs Sätze aus Guiseppe Torellis Sonate in D-Dur, die durch ihre besondere Prägnanz viel Anklang bei den begeisterten Zuhörern fanden.
Nach anderthalb Stunden und einer Zugabe traten Hannes Maczey und Peter Heumann den Rückzug in die Neuzeit an und entließen das begeistert Publikum in den kalten Januar.
Für das Kasch und seine Besucher ist klar: Klassische Konzerte sollen auch in Zukunft ihren Platz auf dem Programmplan des Kasch finden.

14.01.2003, Kurier, von Nils Hartung

 

Trompete und Orgel mit berückender Leichtigkeit gespielt

Barockmusik in der evangelischen Martin-Luther-Pfarrkirche Henningsdorf


Bildunterschrift: Mit virtuosem Spiel begeisterten Kerstin A. Cordes (Orgel) und Hannes Maczey (Trompete) das Publikum in der evangelischen Kirche in Henningsdorf.

Henningsdorf
Mit seiner Jazzformation „Babelfisch” tritt er im weinroten Anzug auf und für die Musik des Barock zwängt er sich gelegentlich in die stark feminin betonte Mode mit gekräuselten Spitzenmanschetten, gelben Kniebundhosen, Weste, und langem Sakko: der Trompeter Hannes Maczey spielt seit seinem neunten Lebensjahr Trompete und ist seit 1985 freischaffender Künstler. Zu den Kompositionen der Barockmusik, die ursprünglich fast ausschließlich für die Oboe komponiert waren, weil die ventillose Trompete der damaligen Zeit nur Noten der Naturtonreihe spielen konnte, entwickelte er seit 1995 eine besondere Liebe, sodass er mit verschiedenen Partnern auch schon eine CD eingespielt hat. In der Martin-Luther-Kirche in Henningsdorf spielte er am Sonntag zusammen mit der Kantorin der Kirche, Kerstin A. Cordes, Werke von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Tommaso Albinoni (1671-1750) mit der Piccolotrompete und als Referenz an die Moderne ein Andante und Allegro von Guillaume Balay mit der üblichen b-Trompete.
Dabei zeigte er, dass er sowohl in strahlenden Tönen jubilieren, als auch fröhlich, tänzerisch mit den Barockumspielungen in den schnellen Sätzen des Händel-Konzerts in Es-Dur oder in seiner Suite in D-Dur umgehen konnte. Mit den virtuosen Sechzehntelfolgen wusste er zu brillieren.
Kerstin A. Cordes war ihm eine geniale Partnerin, die das Orgelspiel in voller Konzentration, aber doch mit einer berückenden Leichtigkeit beherrscht und mit ihrem Partner einen schönen Dialog einging. In den Solostücken für Orgel brillierte sie besonders mit dem Präludium und Ciacona in C von Dietrich Buxtehude (1637-1707) einer spannenden, fast modern klingenden Komposition.
Die neue Kantorin der Kirche, Kerstin A. Cordes, hat sich das Ziel gesetzt, auch die Jugend an die Kirche zu binden. So plant sie ein Kindermusical („Mose” von Neumeier) zu erarbeiten. Proben dazu werden ab 18. Februar immer montags ab 17 Uhr stattfinden. Anmeldungen sind unter 030/ 85 07 74 72 erwünscht

22.01.2002, Märkische Allgemeine, Irene Krieger

 

Musikalisches Sommerfest mit Hoftrompeter

Hannes Maczey (Trompete) und Peter Heumann (Orgel) begeisterten

Fröhliche Stimmung wie bei einem musikalischem Sommerfest herrschte in der St. Laurentiuskirche, wo Hannes Maczey (Trompete) und Peter Heumann (Orgel), zwei junge Berliner, mit Werken des Barock aufwarteten. Durch ihre humorvolle Art entstand eine fast familiere Atmosphäre, obwohl der Raum mit 240 Zuhörern gefüllt war. Christian Sönksen, Vorsitzender des Orgelbauvereins, begrüßte die Gäste.
Dann erschienen Heumann und Maczey, letzterer herausgeputzt wie ein kurfürstlicher Hoftrompeter, auf der Orgelempore. Sie ist so eng, dass Registrantin Christa Petersen (Joldelund) die Busch-Paschen-Orgel ständig umkreisen musste, um zu den Registertzügen zu gelangen: ein unfreiwilliger Slapstick, der das Publikum sichtlich amüsierte.
Zum Auftakt erklang die Ouvertüre aus der Suite D-Dur von Georg Friedrich Händel, wobei der Organist den Orchesterpart souverän übernahm und der Trompeter mit Gespür für Abstufungen den Ton angab. Beim Preludium e-moll (BuxWV 15) von Dietrich Buxtehude demonstrierte Peter Heumann wirkungsvoll das Spektrum seines Instruments. Eine klangschöne "Trumpet Tune" von Henry Purcell gab Maczey die Gelegenheit, den Glanz der Hochtrompete zur Geltung zu bringen. Bei dem "Concerto Grosso Nr. 10 g-moll" von G. F. Händel lief er zu großer Form auf. Auch die von Heumann einfühlsam begleitete "Sonata D-Dur (a5)" von Guiseppe Torelli gestaltete er ansprechend. Als unterhaltsame Einlage präsentierte Hannes Maczey eine selbstgebastelte "Naturtrompete" aus einem Mundstück, einem Stück Gartenschlauch und einem Plastiktrichter. Von den Orgelwerken gelang Heumann besonnders gut die von Jan Pieterszoon Sweelinck komponierten Variationen über "Ballo del granduca" und die "Ciacona in G-Dur" von Georg Muffat.
Als Zugabe erklatschte sich das Publikum eine Sonate von Henry Purcell.

Langenhorn, Ulrich Jeß, Foto Jeß

18.07.2002 zum Konzert in Langenhorn am Dienstag, den 16.07.2002

 

Zeit für Barock

nahmen sich beim gleichnamigen Konzert in der Kilianskirche 250 Besucher. Hannes Maczey an der Piccolotrompete und Andreas Kaiser (Orgel) begeisterten ihr Publikum mit Werken von Händel, Marcello und Bach. Maczey erläuterte auch die Funktion einer Trompete - und demonstrierte dies mit einem Gartenschleuch. Für das außergewöhnliche Konzerterlebnis dankten die Besucher mit stehendem Applaus - den beantwortete das Duo mit drei Zugaben.
pfa/ Foto pfa

08.07.2002 Waldecksche Landeszeitung zum Konzert in Korbach am Samstag, den06.07.2002

 

Klassik aus dem Gartenschlauch

Von Sabina C. Bobertz
Eine gelunge Mischung aus klassischer Ernsthaftigkeit und lockerer Unterhaltung bot das Duo Hannes Maczey (Trompete) und Arno Schneider (Orgel) während ihres Konzertes "Zeit für Barock". Nach etwa 20 Minuten von der Empore gespielter Musik nämlich trat der in barocker Kleidung kostümierte Hannes Maczey mit einem Gartenschlauch und Plastiktrichter vor sein Publikum. Es folgte eine Demonstration und Erläuterung der Trompete. Eine lustige Idee passend zur Barockmusik, die laut Maczey "gute Laune macht".
Für den verhinderten Organisten Andreas Kaiser war der Berliner Arno Schneider (37) eingesprungen. Sein Solo "Fantasie & Fuge in G-Moll" von Bach wurde mit anhaltendem Applaus gewürdigt. Auch Maczey, der sich als "Meister der Triller" hervortrat, wurde für seine Kondition vom Publikum gelobt. Über eine Stunde lang mit nur kurzen Pausen blies er bekannte Werke von Händel, Vivaldi und Bach in sein Instrument und zeigte eine grußartige künstlerisch und körperliche Leistung. Vor zwei Zugaben durften die Musiker nicht zusammenpacken - eine dritte dritte war ihnen leider nicht zu entlocken. Sie schlossen das Konzert mit dem "Trumpet Tune" von Henry Purcell und der Sinfonie in D-Dur von Guiseppe Torelli ab.
Das Duo ist erneut am Freitag, 9. August, um 20 Uhr in der St.Johannis-Kirche zu Petersdorf a.F. zu hören.

6.7.2002 Lübecker Nachrichten zum Konzert in Heiligenhafen am Donnerstag, den 4. Juli 2002.

 

Barockes inmitten der Spätgotik

...Andreas Kaiser an der Orgel und Hannes Maczey mit der Trompete erfüllten alle Erwartungen in eindrucksvoller Weise. ...und schon bei der Eröffnung...war die meisterhafte Beherrschung der beiden Instrumente durch die jungen Künstler unüberhörbar. ...demonstrierte er zum Vergnügen der Zuhörer mit einem einfachen Wasserschlauch die Technik einer früheren Barocktrompete,... Seine ( A. Kaiser ) fantastische Fingerfertigkeit und ausgewogene Registrierung kamen besonders beim Larghetto und Allegro aus Händels Orgelkonzert G-Moll und in Bachs schwierigen Präludium und Fuge E-Moll eindrucksvoll zum Ausdruck. Hannes Maczey begeisterte das Publikum mit seiner perfekt gespielten hellen Piccolotrompete...

11.10.2001 Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg zum Konzert in Neckersteinach

 

Zeit für Barock - Ein Fest für die Sinne!

Weinsheim; -gpa-
Es war wahrhaftig ein Ohrenschmaus, was den zahlreichen Besucher und Besucherinnen des Barock-Konzertes am 30.9.01 in der Weinsheimer Kirche geboten wurde: Trompetenmusik der allerfeinsten Sorte, gespielt von Hannes Maczey und dazu und solo hingebungsvolle Orgelmusik, gespielt von Andreas Kaiser. Zum zweiten Mal zeigten die beiden Berliner Künstler, daß sie Meister ihres Faches sind: Die Orgel erklingt auch in den schwierigsten Passagen mit traumwandlerischer Sicherheit und gliedert auch komplizierte Klanggebilde durch geschickte Registrierung und deutliche Akzentuierung in Überschaubare Einheiten. ... Und ebenso spielt Hannes Mazcey die kleine Piccolotrompete, die für die barocke Musik typisch ist, mit erstaunlicher Leichtigkeit. Dynamisch, von zart bis kraftvoll, ist sein Spiel, mit dem er das Publikum begeistert. In einer kleinen "Nachhilfe" in Instrumentenkunde versuchte er durch eine Demonstration mit einem Gartenschlauch zu beweisen, dass die Spötter im Recht sind, die sagen, die Trompete wäre gar kein richtiges Instrument. Allein, es wollte nicht gelingen, denn über seine Fertigkeiten sowohl im Umgang mit dem Schlauch als auch mit der Trompete konnten die Zuhörer und Zuhörerinnen nur noch staunen: Von wegen, kein Instrument! ... Erst nach zwei
Zugaben, darunter Torellis Sinfonia D-Dur, lies das dankbare Publikum die Musiker ziehen.

02.10.2001 Datenautobahn Ev. Kirche zum Konzert in Weinheim

 

Zeit für Barock

... Mit einer amüsanten Vorführung stieß er das Publikum auf den Unterschied zwischen der barocken und der heute gängigen Trompete: "Die Barocktrompete war auf die Naturtonreihe beschränkt", erklärte er. Mit einem einfachen Gartenschlauch plus Mundstück demonstrierte er, wie dies geschah...Überhaupt erwies sich das Wechselspiel von Trompete und Orgel als stimmungsvolle Kombination, die den "Gute-Laune-Charakter" der Barockmusik hervorragend transportierte.

10.07.2001 LR Luckau zum Konzert in Luckau

 

Barockspezialisten begeisterten Publikum

"So was Schönes hab ich lange nicht gehört", sagt eine Frau gerührt, als sie die Friedersdorfer Kirche verlässt, an Hannes Maczey gewandt. Der Trompeter und sein Konzertpartner, der Organist Andreas Kaiser, lösten mit ihrem mehr als einstündigen Konzert wahre Beifallsstürme des zahlreich erschienenen Publikums aus. ...

01.08.2000 Oder-Journal nach dem Konzert in Friedersdorf

 

Brilliantes Konzert in der Ribnitzer St.-Marien Kirche

...Hannes Maczey bestach durch eine klare, sichere Tongebung und eine eigene überzeugende Interpretation. Ebenso sein Teamkollege, der Berliner Organist Andreas Kaiser. Virtuos und mit sicherem Gefühl für die Klangvielfalt gestaltete er die Orgelpartien der gemeinsamen Werke. darüber hinaus krönte er seine organistische Leistung mit Bachs G-Dur Fantasie. ...

18.07.1998 Ostseezeitung nach dem Konzert in Ribnitz

 

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